LEICHTE SPRACHE

Minister Wüst zu Besuch

Minister Wüst zu Besuch

Auf meine Einladung verschaffte sich NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst einen persönlichen Überblick über die Verkehrssituation auf der Mengeder Straße in Höhe des Frühstückscafés Bramsel in Waltrop. Der persönliche Austausch von Argumenten wurde aufgrund des Lärmpegels von Minute zu Minute schwieriger, der Verkehr steigerte sich ab 15.40 Uhr dramatisch und kurz danach traten die bekannten Staus stadteinwärts wie –auswärts auf. 
Wüst: „Der Bau der B 474n ist notwendig. Aber auch ohne den Bau wird der Nahverkehr in den kommenden Jahren zunehmen. Die Wertschöpfung in unserer Gesellschaft wird durch die immer größer werdende Arbeitsteiligkeit zu mehr Verkehr führen. Daher lautet mein Motto: Verkehr raus – Lebensqualität rein – Ortsumgehung schaffen!“
Minister Wüst, er hatte am Vormittag bei seiner Jahrespressekonferenz eine Erfolgszahl nach der anderen bekannt geben können (Rekordinvestitionen für Schiene und Radwege), machte deutlich, dass das Land sich an die beschlossenen Pläne hält. Wüst: „Dass der Bau der Umgehungsstraße B 474n seit Jahrzehnten umstritten ist, wissen wir. Ich kann die Betroffenheit der Menschen, die von der Trassenführung der Umgehungsstraße betroffen sein werden, persönlich nachvollziehen. Dennoch müssen wir uns als Land NRW an Recht und Gesetz halten. Die Bürgerinnen und Bürger haben noch einen Tag Zeit, ihre Anregungen oder Kritik schriftlich einzubringen. Die Einspruchsfrist endet morgen.“
An der Veranstaltung nahmen bewusst auch Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion teil. Die Fraktion fordert den Bau der B 474n seit Jahrzehnten und hat allen bisherigen Beschlüssen dazu im Kreistag zugestimmt.
Am Rande der Veranstaltung nahm sich Minister Wüst auch die Zeit und sprach mit Landwirten aus der Region, die mit Treckern und Transparenten ihren Widerstand gegen das Projekt deutlich machten. Hier prallten Meinungen aufeinander, die seit vielen Jahren bekannt sind.  Die CDU-Ratsfrau und stellvertretende Bürgermeisterin Anja Kuhnert wies abschließend auf das Ergebnis der Bürgerbefragung von 2008 hin. Damals hatten sich die Waltroper mit überwältigender Mehrheit für die Umgehungsstraße ausgesprochen. „Das würde doch heute auch nicht anders ausgehen“, sagte die Anwohnerin der Münsterstraße.

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